Supervision

Sabine Jenkar, Anfang 30, spielt mit dem Gedanken, ihre Arbeitsstelle als Abteilungsleiterin im Marketing, in die sie gleich nach ihrem Studium und dem Traineeprogramm einsteigen konnte, wieder aufzugeben. In der Supervision zum Thema „Berufliche (Neu-)Orientierung“ möchte sie mehr Klarheit für ihre berufliche Zukunft schaffen.

Der Hintergrund: Frau Jenkar ist sich im Arbeitsalltag sehr unsicher, wie sie mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umgehen soll: Teilweise fühlte sie sich den fordernden und kritischen Mitarbeitern, die zum Teil schon seit zwanzig Jahren in der Abteilung sind, fachlich und persönlich nicht gewachsen. Deshalb ging Frau Jenkar ihnen zunehmend aus dem Weg, was deren kritische Bewertung der neuen Führungskraft nur verstärkte. Die Vorgesetzte von Frau Jenkar ist bereits informiert und übt Druck auf Frau Jenkar aus, die für sich immer weniger eine Zukunft im Unternehmen sieht. Zudem kommt in Frau Jenkar immer wieder der Wunsch hoch, „etwas Soziales“ zu machen.

In der Supervision erhält Sabine Jenkar nicht nur Verständnis und Unterstützung, sondern auch kritische aber immer wohlwollendes Feed-back. Diese vermitteln ihr ein Gefühl von Rückhalt, und sie fühlt sich ermutigt, neue Schritte zu gehen.

Durch gemeinsame Reflexion erkennt sie im Verlauf der Supervision, welche Ansprüche der Mitarbeiter sie zulassen kann und wo sie Grenzen ziehen muss. Die Supervision bietet ihr auch einen geschützten Übungsraum, wie sie schwierige Gespräche mit Mitarbeitern führen kann. Frau Jenkar wird selbstsicherer und souveräner. Im Unternehmen begegnen ihr die Mitarbeitenden fortan zunehmend mit Respekt und fühlen sich auch ernst genommen. Das Verhältnis entspannt sich, und Frau Jenkar spürt Entlastung.

Ebenso kann der Wunsch, im sozialen Bereich zu arbeiten, besprochen und geklärt werden. Frau Jenkar wird deutlich, dass sie soziale Arbeit idealisiert. Gleichzeitig entdeckt sie aber Möglichkeiten, sich in ihrer Freizeit mit ihren Fähigkeiten in einer Non-Profit-Organisation zu engagieren. Die zusätzliche Bestätigung hilft ihr, ausgeglichener im Unternehmen zu arbeiten.

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