Coaching

In einem halben Jahr wird der Betriebsleiter eines metallverarbeitenden Betriebs, Klaus Biegemann, in den Ruhestand gehen. Er schlägt der Geschäftsführung einen seiner Gruppenleiter, Bernd Kopper als Nachfolger vor. Prinzipiell ist die Geschäftsführung mit dieser Lösung einverstanden, möchte allerdings ihre endgültige Entscheidung noch davon abhängig machen, ob der vorgeschlagene Kandidat den erhöhten Anforderungen sowohl fachlich als auch persönlich gewachsen ist.

Gemeinsam mit der Geschäftsführung und Herrn Biegemann wird ein Anforderungsprofil für die Position des Betriebsleiters entwickelt. Dieses Anforderungsprofil kann mit dem Kompetenzprofil des möglichen Nachfolgers Herrn Kopper verglichen werden. Der Abgleich zeigt, dass Herr Kopper Entwicklungsbedarf in Hinblick auf seine sozialen Kompetenzen und die Führungsfähigkeiten hat.

Um die Kompetenzentwicklung individuell zu gestalten, wird ein Coaching mit zwölf Coachingtagen verteilt im Verlauf eines Jahres mit Herrn Kopper vereinbart. Vor Beginn der Coaching-Sitzungen wird Folgendes geklärt und vereinbart:

  • Gemeinsame Festlegung der Ziele: Was soll in der Zeit bis zur Übernahme der Betriebsleiterposition erarbeitet und erreicht werden, was in den ersten Monaten als Betriebsleiter?
  • Klärung der intensiven Beratungsbeziehung sowie der Verabredungen ("Spielregeln") zwischen Coach und Coachee. Vor der ersten Sitzung wird mit Herrn Kopper ein verbindlicher Vertrag geschlossen (Ort, Zeit und Umfang der Coaching-Sitzungen, Inhalte des Coachings, Vertraulichkeit, Erstellung von Protokollen etc.)

Im Rahmen der Coaching-Sitzungen finden Gespräche statt, Erlebnisse und Erfahrungen werden bearbeitet. In Rollenspielen wird die Wahrnehmung geschult und neue Handlungsmöglichkeiten werden eingeübt. Konkreter fachlicher Fortbildungsbedarf (bspw. "Führung von Personalgesprächen") kann festgestellt und in externen Seminaren gedeckt werden.

Die Inhalte der jeweiligen Coaching-Sitzung werden vor dem Hintergrund des Gesamtauftrags nach dem Entwicklungsstand angepasst individuell festgelegt. 

In der abschließenden Sitzung mit Herrn Kopper wird gemeinsam festgestellt, dass ihm durch das Coaching seine  Stärken, Fähigkeiten aber auch Schwächen deutlicher geworden sind. Herr Kopper ist sehr viel besser in der Lage, sein Verhalten zu reflektieren und erfolgseinschränkende Muster in der Mitarbeiterkommunikation durch wirksame Methoden zu ersetzen. Er hat seine Durchsetzungs- und Handlungskraft verbessert als auch seine Frustrationstoleranz verringert und ist nun in der Lage, wesentlich gelassener zu reagieren, wenn es im Betrieb turbulent wird.

Bernd Kopper konnte mit Hilfe des Coachings und nach einer 2-monatigen Einarbeitungszeit durch den ausscheidenden Betriebsleiter Herrn Biegemann die Position des Betriebsleiters erfolgreich übernehmen. Er fand sich reibungslos in die neue Verantwortung ein.

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