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Systemische Strukturaufstellungen (Coaching Fachtagung Hannover)

Aufstellungen sind als Methode in Organisationsberatung, Coaching und Supervision sehr wirksam. Volker Walpuski hat deshalb eine zweitägige Fortbildung bei Prof. Dr. Matthias Varga von Kibéd in Hannover besucht. Der Logiker steht gemeinsam mit Insa Sparrer für Systemische Strukturaufstellungen, eine sehr abstrakte Schule im weiten Feld der systemischen Aufstellungen. Denn im Unterschied zu Systemaufstellungen wird bei systemischen Strukturaufstellungen davon ausgegangen, dass keine Systeme, sondern nur (ihre) Strukturen aufgestellt werden können. Daher sind Grundlage der Arbeit Formate, die auf typische Strukturen Bezug nehmen, wie beispielsweise Organisations-, Problem- oder Entscheidungsstrukturen. Zentrales Element ist die Lösungsfokussierung.

Die Leitung einer Systemischen Strukturaufstellung bedeutet, nicht zu wissen, was geschieht. Als ein Gastgeber gestaltet der Aufstellungsleiter den Prozess für den Auftraggeber mit seinem Anliegen. Die Ergebnisse der Arbeit entstehen in Kooperation mit den Anliegenbringern, die auch während der Aufstellungsarbeit ihre eigenen Ideen, Sichtweisen und Fragen einbringen können. Strukturaufstellungen sind lösungsorientiert angelegt. Die Basis bildet dafür die Methode der lösungsfokussierten Kurztherapie, die in den 1970er Jahren von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg entwickelt wurde. Die Arbeit in der Systemischen Strukturaufstellung ist geprägt von der wertschätzenden und stützenden Haltung des Leiters. Weder haben stärkere Provokationen darin einen Platz, noch wird ein Prozess vom Leiter autoritativ beendet. Eine große Besonderheit ist, dass auch abstrakte oder ungewöhnliche Elemente mit einer Repräsentantin aufgestellt werden können, beispielsweise „der Aufsichtsrat“, „die Produktmarke“, „die Regulierungsbehörde“ oder einfach „Das, was noch fehlt“.

 

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