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Coaching meets research: Christian Heinrich

Christian Heinrich aus dem orevo-Team und Prof. Dr. Karin Lackner (Universität Kassel, u.a. Studiengang Mehrdimensionale Organisationsberatung) bieten heute im Rahmen der Fachkonferenz "Coaching meets Research" der FH Nordwestschweiz in Olten (Schweiz) einen Workshop an: "Führen und Coachen aus der Ferne: Telekommunikation und ihre Herausforderungen für Manager und Berater". Der Kongress ist eine professionelle Plattform von und für Coaching-Persönlichkeiten aus Forschung und Praxis. Ziel des zweijährlich stattfindenden Fachkongresses ist es, einen Beitrag für eine zukunftsweisende Entwicklung von Coaching zu leisten.

Der Workshop widmet sich einem virtuellen Praxisfeld:

Dort, wo aufgrund räumlicher und zeitlicher Distanz direkte Kommunikationsformen nicht möglich sind, wird ein Medium – im Fall der vorgestellten Studien ist es das Telefon – zwischen die beiden Kommunikationspartner geschaltet. In dem Workshop sollen zwei Studien vorgestellt werden. Die Ergebnisse dieser Studien leisten einerseits einen Forschungsbeitrag hinsichtlich Führung und Coaching aus der Distanz, andererseits können die gewonnenen Erkenntnisse einen interessanten Beitrag für die Praxis liefern. In der einen Studie wird die Führungslandschaft eines globalen Teams unter die Lupe genommen und analysiert. Das ist für Coaching und Beratung insofern interessant, als hier auf die spezielle Situation der Führungskräfte, die ja meist als Klienten Coachingprozesse in Anspruch nehmen, hingewiesen wird. Dabei wird gezeigt, welches Potential Führen aus der Ferne aufweist, mit welchen Herausforderungen zu rechnen ist und wie sich nicht nur der „Umgang “ des Führens, sondern auch die Haltung der Führungskraft zu den geführten Einheiten im fernen Ausland verändert. Die zweite Studie befasst sich mit Coachingprozessen via Telefon. Der Nutzen und die Herausforderungen von Telecoaching werden aus Sicht von Telecoachees, Telecoaches und HR Manager erläutert und gegenübergestellt. Hierbei wird insbesonders auf mögliche Widerstände, die Reduzierung von Opportunitätskosten und die Kosteneffizienz dieses Coachingformats eingegangen. In beiden Studien wählten die Hauptfiguren (Führungskräfte, Coaches) das Telefon als Kommunikationsmedium für ihre Tätigkeit, obwohl ihnen diverse andere, technisch weitaus differenziertere Mittel zur Verfügung stünden. Aus den Ergebnissen der beiden Forschungsarbeiten lassen sich einerseits weitere Forschungsfragen ableiten, andererseits erlauben die Ergebnisse Rückschlüsse auf eine Weiterentwicklung der Führungs- und Beratungspraxis von räumlich, zeitlich und kulturell voneinander entfernten Einheiten. Vor allem in globalen Unternehmen stehen Management und Beratung aufgrund dieser Kommunikationsvoraussetzung vor diversen Herausforderungen. Mittlerweile ist eine interkulturelle, global vernetzte Organisation keine Besonderheit mehr; das betrifft große und mittlere Unternehmen, POs oder NPOs gleichermaßen. Meist nach dem Prinzip „learning by doing“ haben sich Kommunikationsmuster entwickelt und etabliert. Auch das Coaching hat sich auf die globale Situation eingestellt und quasi aus der Not mangelnder Gelegenheit für direkte Kommunikationsmöglichkeiten andere Medien für die Führung und beraterische Unterstützung der MitarbeiterInnen ausprobiert, genutzt und institutionalisiert. Führung und Coaching stehen diesbezüglich vor ähnlichen Herausforderungen, auch wenn die Tätigkeit an sich verschiedenen Zwecken dient und unterschiedlichen Verhaltensmustern folgt. 

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