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Supervision in der Ausbildung zum Mediator/zur Mediatorin

Supervision ist in der Ausbildung zum Mediator oder zur Mediatorin ein fester Bestandteil: Das sehen sowohl der aktuelle Entwurf der Rechtsverordnung über die Aus- und Fortbildung zertifizierter Mediatoren der Bundesregierung als auch seit knapp zwanzig Jahren die Standards des Bundesverbands Mediation e.V. vor. Supervision kann MediatorInnen dabei helfen, die eigene Rolle zu klären und nicht in Parteinahme und Abhängigkeiten zu verfallen. Sie hilft dadurch dabei, die Rolle zu wahren und allparteilich zu bleiben. Sie unterstützt dabei, das Handeln als Mediator professioneller zu gestalten und reflektiert Erfolge wie Misserfolge aus der Mediationspraxis. 

Im Rahmen der Ausbildungsgruppe fanden neben Einzelsupervisionen auch drei Gruppensupervisionen unter Leitung des Supervisors Volker Walpuski statt:

In der ersten Fallsupervision

ging es um eine eigene Konfliktsupervision der Supervisandin. Während Kleingruppen den Fall diskutierten und Lösungsansätze entwickelten, konnte die Falleinbringerin wie eine Biene die einzelnen Gruppen besuchen und "Honig schlürfen". Deutlich wurde viel strukturelle Unklarheit und Intransparenzen.

Die Einbringerin des zweiten Falls wollte eine nicht zustande gekommene Mediation reflektieren. Mit einem kunstpädagogischen Ansatz visualisierte die Gruppe die Bilder, die ihr bei der Erzählung der Falleinbringerin vor das innere Auge kamen. Als Erkenntnis nahm die Supervisandin mit, dass sich der Zeitpunkt für eine Mediation nicht erzwingen lässt, sondern eine Mediation erst möglich wird, wenn wirklcih beide Parteien dazu bereit und in der Lage sind.

Schließlich wurde noch eine komplexe Mediation mit 13 Beteiligten vorstellt. Um die Interessen und Bedürfnisse der zahlreichen Konfliktparteien besser strukturieren und verstehen zu können, arbeitete Volker Walpuski mit einer Strukturaufstellung. Die Gruppe stellte dabei rollenspielartig die wesentlichen Konfliktbeteiligten auf. Allein dieses Bild führte zu viel Verständnis für die reale Situation. Das verstärkte sich noch, als der Veränderungsdrang der Darsteller zur Sprache kam.

 

 

Zum Hintergrund:

Volker Walpuski, Mediator BM® und Supervisor (DGSv), wirkt in diesem Jahr als Supervisor in mehreren Mediationsausbildungen der SOPRA mit. Der Kurs findet im Rahmen des Projekts Fidelio II in Bomlitz statt. Er ist Teil des Programms weiterbilden und wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.

In Kürze wird orevo eine Supervisionsgruppe speziell für Mediatorinnen und Mediatoren anbieten, um die Anerkennung als zertifizierter Mediator zu ermöglichen. Sprechen Sie uns gern jezt schon an, wenn das Ihr Interesse weckt.

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